Pressemeldung Nr. 84 vom

GRÜNE: Zentrales Vergabeverfahren überfällig:Niedersachsen leistet sich zum doppelten Abiturjahrgang fast 2000 unbesetzte Studienplätze

Nach einer Unterrichtung im Wissenschaftsausschuss kritisieren die Grünen die ständige Zunahme von Studienplätzen mit lokalem Numerus Clausus (NC). „Damit leistet sich Niedersachsen fast 2000 unbelegte Plätze“, so Gabriele Heinen-Kljajic.

Nach der heutigen (Montag) Unterrichtung im Wissenschaftsausschuss des Landtages kritisieren die Grünen die ständige Zunahme von Studienplätzen mit lokalem Numerus Clausus (NC). Über acht Prozent der zulassungsbeschränkten Studiengänge an Universitäten und über sieben Prozent an Fachhochschulen blieben unbesetzt. "Damit leistet sich Niedersachsen fast 2000 unbelegte Plätze", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gabriele Heinen-Kljajic. Die Grünen-Politikerin forderte die unverzügliche Einsetzung eines bundesweiten Vergabeverfahrens. "Die aktuellen Zahlen beweisen einmal mehr, dass die Abwicklung von Mehrfachbewerbungen durch die Hochschulen zu Fehlentwicklungen führt, die der zentralen Herausforderung der Hochschulpolitik, mehr junge Menschen an die Hochschulen zu holen, zuwiderlaufen."

Wenn mit großem Aufwand zusätzliche Studienplätze aufgebaut würden, um den doppelten Abiturjahrgang aufzufangen, gleichzeitig aber eine Vielzahl unbelegt bleibe, weil der NC blockiert, dann sei das ein Schaden für Studierende und für das Land, sagte Heinen-Kljajic. Jeder unbesetzte Studienplatz müsse als Verschwendung von Steuergeldern gewertet werden und für die Studienplatzbewerber werde die freie Wahl des Studienfachs eingeschränkt.

Zurück zum Pressearchiv