Pressemeldung Nr. 23 vom

Energieeinsparung ist auch eine soziale Frage:Niedersachsen soll mit Wettbewerb der Kommunen "Energiesparland Nr. 1" werden

Mit einem landesweiten Wettbewerb zwischen den Kommunen zur Energieeinsparung soll Niedersachsen nach den Vorstellungen der Landtagsgrünen zum "Energiesparland Nr. 1" werden. "Das größte Potenzial ein...

Mit einem landesweiten Wettbewerb zwischen den Kommunen zur Energieeinsparung soll Niedersachsen nach den Vorstellungen der Landtagsgrünen zum "Energiesparland Nr. 1" werden. "Das größte Potenzial einer klimafreundlichen und sicheren Energieversorgung liegt in der effizienten Bereitstellung und im sparsamen Einsatz von Energie – Energieeinsparung ist wie ein unsichtbares Kraftwerk", sagte der Fraktionsvorsitzende Stefan Wenzel am Freitag in Hannover.

Langfristig könne der Energieverbrauch ohne "Wohlstandsverluste" mehr als halbiert werden. Als Beispiele nannte der Grünen-Politiker die energetische Sanierung von Altbauten und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung. Angesichts drastisch gestiegener Nebenkostenrechnungen für Wohnungen sei die Entwicklung von Einspartechniken auch eine wichtige soziale Frage.

In einem Entschließungsantrag für die Landtagssitzung in der nächsten Woche fordern die Grünen die Landesregierung auf, einen solchen Wettbewerb der Kommunen zu starten. Mit der Produktion von Wärme und Strom in dezentralen Kraftwerken ließen sich Wirkungsgrade von 80 bis 95 Prozent erzielen. "Das ist das Dreifache dessen, was Atomkraftwerke leisten", sagte Wenzel, der selbst ein dezentrales Kraftwerk mit betreibt.

Auch die "Landesinitiative Energieeinsparung" solle unverzüglich wieder aufgenommen und weiterentwickelt werden, fordern die Grünen. Absolut kontraproduktiv seien in diesem Zusammenhang die Pläne der Großen Koalition in Berlin, die sehr erfolgreiche Initiative "energetische Gebäudesanierung" einzustellen.

Der Wettbewerb der Kommunen ist Bestandteil eines Maßnahmenbündels, dessen Ziel eine "klimafreundliche, sichere und bezahlbare Energieversorgung" ist. "Jetzt wieder auf die längere Nutzung der Atomenergie zu setzen, ist ein fataler Irrweg und würde die Lösung der großen Herausforderungen in der Energie- und Klimapolitik nur blockieren, " begründet Wenzel die Fraktionsinitiative.

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