Novelle Erneuerbare-Energien-Gesetz - Harms: Sander will ein Erfolgsmodell durch Riesen-Bürokratie-Aufwand ersetzen
"Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist ein Erfolgsmodell! Die kräftige Zunahme der regenerativen Stromerzeugung und 130.000 Arbeitsplätze in Deutschland sprechen für dieses Instrument," sagte Rebecca Ha...
"Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist ein Erfolgsmodell! Die kräftige Zunahme der regenerativen Stromerzeugung und 130.000 Arbeitsplätze in Deutschland sprechen für dieses Instrument," sagte Rebecca Harms, Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen. Sie sehe absolut keinen Grund, das Erneuerbare-Energien-Gesetz abzuschaffen und durch ein anderes Fördermodell zu ersetzen, wie der niedersächsische Umweltminister Sander gefordert hat. Die Erfahrung aus Großbritannien zeige, dass das Quotenmodell zu keinem Zubau von regenerativer Stromerzeugung geführt habe.
Das von Sander vorgeschlagene Mengen- oder Quotenmodell sei ineffizient und bedeute in der Umsetzung einen riesigen bürokratischen Aufwand. "Hat sich diese Regierung nicht den Bürokratieabbau auf die Fahnen geschrieben? Herr Sander befürwortet jedenfalls das Gegenteil", so Harms.
Auf die Kritik von Sander, dass der Bund die Einspeisevergütung für Strom aus Offshore-Windanlagen nicht genehmigen will, wenn die Anlage in einem Naturschutzgebiet liegt, reagierte Harms verständnislos. "Alle Umweltminister müssten doch begeistert davon sein, dass in Naturschutzgebieten keinerlei Anreiz zur Errichtung von Windkraftanlagen besteht", so Harms.