Nur Tropenholz mit FSC-Label für Landesbauten - Regierung auf Holzweg - Heimische Produkte als Alternative
Die Landtagsgrünen kritisieren, dass die Landesregierung keine exakten Ausünfte über die Herkunft und Verwendung von indonesischen Tropenhölzern in verschiedenen Landesbauprojekten gibt. Nachdem Green...
Die Landtagsgrünen kritisieren, dass die Landesregierung keine exakten Ausünfte über die Herkunft und Verwendung von indonesischen Tropenhölzern in verschiedenen Landesbauprojekten gibt. Nachdem Greenpeace aufgedeckt hatte, dass sogenannte Meranti-Hölzer beim Bau der Justizvollzugsanstalt in Rosdorf eingesetzt werden sollten, hatte der landwirtschaftspolitische Sprecher Hans-Jürgen Klein eine entsprechende Anfrage gestellt. Die Antworten blieben unzureichend.
"Wir wollen, dass die Landesregierung eindeutig erklärt, dass bei zukünftigen Bauvorhaben nur noch Hölzer mit dem von Umwelt- und Entwicklungsorganisationen eingeführten FSC-Label verwendet werden.", sagte der Grünen-Politiker am Freitag in Hannover.
Hintergrund ist die Tatsache, dass Meranti-Hölzer zumeist aus der illegalen Abholzung von Regenwäldern stammen; in Indonesien wurden bislang bis zu 70 % illegal abgeholzt. Die einzigen auf dem Markt erhältlichen Tropenhölzer aus sozial und ökologisch verträglicher Produktion sind vom "Forest Stewardship Council" (FSC) zertifiziert.
"Angesichts des dramatischen Raubbaus ist es höchste Zeit, diesen Holzweg zu verlassen und ernsthaft Alternativen zu suchen", sagte Klein. "Dabei muss das Land mit gutem Beispiel voran gehen." Die bessere Lösung seien heimische Holzprodukte, wie die Lärchen, die durchaus vollwertigen Ersatz für Tropenhölzer bieten könnten.