Grüne werben mit Informationspaket für erfolgreiches Wirtschaftskonzept:Ökoprofit: Umweltschutz aus Eigennutz
Die Energiepreise steigen auf Rekordniveau und der Wettbewerb wird für die meisten Betriebe auch in Niedersachsen immer härter. "Genau hier setzt das Wirtschaftskonzept Ökoprofit an und zeigt auf, wie...
Die Energiepreise steigen auf Rekordniveau und der Wettbewerb wird für die meisten Betriebe auch in Niedersachsen immer härter. "Genau hier setzt das Wirtschaftskonzept Ökoprofit an und zeigt auf, wie Unternehmen trotz schwieriger Zeiten mit Umweltschutz Geld sparen und dadurch auch Arbeitsplätze sichern und ihren Standort ausbauen können", erläutert Enno Hagenah, der wirtschaftspolitische Sprecher der grünen Landtagsfraktion heute (Donnerstag) in Hannover.
In Zusammenarbeit mit Kommunen und Experten suchen Unternehmen bei Ökoprofit systematisch nach den Schwachstellen bei Stoffströmen, sowie ihrer Energie- und Wasserversorgung und beheben sie. Ihre Investitionen amortisieren sich nach den bisherigen Erfahrungen durchschnittlich in weniger als drei Jahren.
Das Erfolgsrezept breitet sich immer stärker in Deutschland aus. Vor allem in Bayern, Thüringen und Nordrhein-Westfalen ist Ökoprofit weit verbreitet. Niedersachsen fällt nach Recherchen der GRÜNEN dagegen weit ab – bislang haben mit Hannover, Goslar und Ritterhude nur drei Städte Ökoprofit umgesetzt. Hagenah: "Das liegt vor allem daran, dass andere Ländern das Projekt ideell und finanziell unterstützen, in Niedersachsen aber die Förderung nur den Kommunen überlassen wird. Angesichts der verhältnismäßig kleinen Beträge die hier zur Anschubfinanzierung nötig sind, fordern wir das mit Mitteln aus dem Wirtschaftsförderetat schnellstmöglich zu ändern."
Für den Einsatz der niedersächsischen Landesregierung und eine stärkere Ausbreitung von Ökoprofit will sich die grüne Landtagsfraktion engagieren. Mit einem heute veröffentlichten Informationspaket im Internet wollen die Grünen das erfolgreiche Konzept auch in Niedersachsen bei Firmen und Kommunen bekannter machen und mit einem Landtagsantrag will die Fraktion das Thema landespolitisch weiter voran bringen.