Pressemeldung Nr. 269 vom

Parlamentarisches Nachspiel für VW-Sanktion gegen HBK GRÜNE: Imageschaden für VW und Land Niedersachsen

Die Landtagsgrünen werden den Konflikt um die Sponsoring-Absage der VW-Bank für eine Ausstellung der Hochschule für Bildende Künste (HBK) in Braunschweig im Landtag auf die Tagesordnung setzen. Grun...

Die Landtagsgrünen werden den Konflikt um die Sponsoring-Absage der VW-Bank für eine Ausstellung der Hochschule für Bildende Künste (HBK) in Braunschweig im Landtag auf die Tagesordnung setzen.
Grund für den Ausstieg der VW-Bank aus der jahrelangen Zusammenarbeit mit der HBK war eine Ausstellung im Braunschweiger Staatstheater, in der sich Meisterschüler kritisch mit einer Äußerung des VW-Vorstandsvorsitzenden Piech auseinandersetzen, wonach der Kampf um Marktanteile einem Krieg vergleichbar sei.
Betroffen von dieser Entscheidung ist auch eine HBK-Ausstellung in Berlin, die Anfang Juli von Bundeskanzler Schröder eröffnet werden sollte, aufgrund der kurzfristig versagten Unterstützung der VW-Bank aber ausfallen muss.
In einer parlamentarischen Anfrage will der hochschulpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion Michel Golibrzuch jetzt wissen, wie die Landesregierung das Vorgehen der VW-Bank beurteilt, auch unter Gesichtspunkten der Imagepflege für den Konzern.
Der Grünen-Politiker fragt weiter danach, wie die Landesregierung die Auffassung beurteilt, dass VW in seiner Geschäftspolitik ebenso wie beim Sponsoring immer stärker von der Eitelkeit des Vorstandsvorsitzenden gelenkt und zum Nachteil des Konzerns beeinflusst wird.
Auch soll beantwortet werden, mit welchen Beträgen VW beziehungsweise die VW-Bank in den Jahren 1995 bis 1999 die HBK jährlich unterstützt hat.
Golibrzuch sieht den Anschein erweckt, als betrachte der VW-Konzern die HBK als eine Adresse für die Bestellung von „Auftragskunst“. Dieses Verhalten sei „imageschädigend“, auch für das Land als Hauptanteilseigner.

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