Persilschein für Atomindustrie
"Es bestätigt sich: zu viele Mitglieder der Kommission sind viel zu eng mit den Betreibern der Atomanlagen verbunden. Die Politik sollte sich vor falschen Ratgebern hüten", so Stefan Wenzel.
Zur heutigen (Dienstag) Vorstellung des Prüfberichts der Reaktorsicherheitskommission (RSK) erklärt der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel:
"Die Reaktorsicherheitskommission hat der Atomindustrie einen Persilschein ausgestellt. Das ist nicht nur angesichts der japanischen Erfahrungen mit der offensichtlichen Unkontrollierbarkeit auch modernster Reaktorsysteme geradezu zynisch. Hochwasser, Sturmflut, Erdbeben, Terror, menschliches Versagen und andere Gefahren machen auch an deutschen Grenzen nicht halt. Es bestätigt sich: zu viele Mitglieder der Kommission sind viel zu eng mit den Betreibern der Atomanlagen verbunden. Die Politik sollte sich vor falschen Ratgebern hüten. Wir erwarten, dass der Bundestag eine Ausstiegsentscheidung trifft, die dem breiten gesellschaftlichen Konsens entspricht. Dieser Atomausstieg muss schnell und unumkehrbar sein. Zudem muss eine Verabredung zu einer neuen Endlagersuche getroffen werden."