Pressemeldung Nr. 86 vom

Klarheit über Grohnde:Piel: Externe Gutachter müssen Sicherheit des AKW überprüfen

„Aus grüner Sicht ist jetzt der Punkt erreicht, an dem externe Gutachter hinzugezogen werden müssen – und zwar unabhängig davon, ob die Störfälle am Ende als meldepflichtige Ereignisse eingestuft werden.“

Darum geht’s

Die niedersächsische Atomaufsicht hat heute über neue Erkenntnisse zu den Störfällen im Atomkraftwerk Grohnde berichtet. Im Reaktorkern wurden schadhafte Bauteile entdeckt, die möglicherweise ein Risiko für die Kühlfunktion des Kraftwerks darstellen.

Das sagen die Grünen

Anja Piel, Fraktionsvorsitzende

„Aus grüner Sicht ist jetzt der Punkt erreicht, an dem externe Gutachter hinzugezogen werden müssen – und zwar unabhängig davon, ob die Störfälle am Ende als meldepflichtige Ereignisse eingestuft werden.“

„Seit das AKW Grohnde für die Revision vom Netz gegangen ist, haben die Sicherheitsüberprüfungen immer neue Auffälligkeiten ans Licht gebracht. Die Befürchtungen, dass auch in deutschen Atomkraftwerken in der letzten Phase der vereinbarten Laufzeit durch die Materialermüdung mehr Vorfälle auftauchen, scheinen sich zu bewahrheiten.“

Zum Hintergrund

Im Reaktorkern des AKW Grohnde wurden bislang drei schadhafte Drosselkörper entdeckt. Die Atomaufsicht hat eine Prüfung aller Drosselkörper veranlasst, die bis Donnerstag abgeschlossen sein soll. Die Drosselkörper regulieren die Kühlung der Brennelemente.

Bei der jährlichen Revision im AKW Grohnde wurde zunächst ein Schaden des Generators im nicht-nuklearen Anlagenteil festgestellt. Bei weiterführenden Sicherheitsüberprüfungen wurde dann ein Fremdkörper im Reaktorkern entdeckt, der auf die defekten Drosselkörper zurückzuführen ist.

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