Hannah-Arendt-Platz:Piel: Umbenennung ist viel mehr als ein neues Schild
Die Umbenennung in Hannah-Arendt-Platz bedeutet viel mehr als einfach nur ein neues Schild anzubringen. Es ist eine Entscheidung für die weitere aktive Auseinandersetzung mit der NS-Zeit.
Darum geht’s
Am Donnerstag (2. April 2015) wird der Platz, der dem Landtag und damit auch allen Landtagsfraktionen seine Adresse gibt, in Hannah-Arendt-Platz umbenannt.
Das sagen die Grünen
Anja Piel, Fraktionsvorsitzende
„Wir danken dem Stadtbezirksrat Mitte für seine kluge Entscheidung! Die Umbenennung in Hannah-Arendt-Platz bedeutet viel mehr als einfach nur ein neues Schild anzubringen. Es ist eine Entscheidung für die weitere aktive Auseinandersetzung mit der NS-Zeit.“
Zum Hintergrund
Hannah Arendts persönliche Geschichte als Jüdin, die aus Deutschland emigrieren musste, steht repräsentativ für Menschen, die unter dem NS-System gelitten haben. Da sie zudem aus Hannover stammt, ist aus Sicht der grünen Landtagsfraktion kaum eine würdigere Namensgeberin für den Platz am Landtag denkbar. Hannah Arendt war und ist bis heute eine der weltweit profiliertesten Philosophinnen und Politikwissenschaftlerinnen. Ihr Einsatz für Meinungsfreiheit, Pluralität und Philosophie war wegweisend. Für die politikwissenschaftliche Auseinandersetzung mit Totalitarismus hat sie Bahnbrechendes geleistet.