Pressemeldung Nr. 137 vom

Vorschläge für ein „integriertes Aufnahmemanagement“ :Polat: Neuausrichtung der Aufnahme und Unterbringung von Asylsuchenden

„Ich freue mich sehr über diese fundierten, wegweisenden Vorschläge für ein „integriertes Aufnahmemanagement“ von der Erstaufnahme in den Landeseinrichtungen bis zur Unterbringung in der Kommune und danke den Experten ganz herzlich für ihre Arbeit und ihr Engagement“, so Filiz Polat.

Darum geht’s

Heute (Freitag) haben Experten der Migrationsberatungsstellen der Freien Wohlfahrtspflege und Sozialarbeit Vorschläge zur Neuausrichtung der Aufnahme von Asylsuchenden in Niedersachsen an die migrationspolitischen Sprecherinnen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen im Landtag übergeben.

Das sagen die Grünen

Filiz Polat, migrationspolitische Sprecherin

„Die rot-grüne Koalition sieht die Neuausrichtung der Aufnahme und Unterbringung von Asylsuchenden als wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer Willkommenskultur in Niedersachsen an. Sie stellt ein Kernstück des Paradigmenwechsels in der Flüchtlingspolitik dar. Deshalb ist dieser Beitrag der Experten von großem Wert für dieses Projekt gerade vor dem Hintergrund der gestiegenen Zahl von Asylsuchenden.“

„Ich freue mich sehr über diese fundierten, wegweisenden Vorschläge für ein „integriertes Aufnahmemanagement“ von der Erstaufnahme in den Landeseinrichtungen bis zur Unterbringung in der Kommune und danke den Experten ganz herzlich für ihre Arbeit und ihr Engagement.“

„Die Fraktionen werden dieses Papier selbstverständlich auch an die Landesregierung weiterreichen. Es wird in die Umsetzung des Koalitionsvertrages einfließen. Darüber hinaus sind hier gute Vorschläge für die Kommunen enthalten.“

Zum Hintergrund

Der Expertenkreis, bestehend aus VertreterInnen der Freien Wohlfahrtspflege und Sozialarbeit in der Landesaufnahmebehörde, wurde berufen durch die Arbeitsgemeinschaft „Migration und Teilhabe“ der Landtagsfraktionen der SPD und Bündnis 90/Die Grünen.

Arbeitsgrundlage war die Koalitionsvereinbarung, in der das Ziel formuliert wurde, die Landesaufnahmeeinrichtungen als Gemeinschaftsunterkünfte und Ausreisezentren zu schließen und als Aufnahmeeinrichtung zu gestalten sowie in den Kommunen schnellstmöglich eine dezentrale Wohnungsunterbringung nach Abschluss der gesetzlich vorgeschriebenen Aufenthaltsdauer in der Landesaufnahmebehörde von sechs Wochen bis drei Monaten zu organisieren und dabei Sozialstandards sicherzustellen.

In dem Bewusstsein, dass diese Neukonzeption der Aufnahme von Asylsuchenden und Flüchtlingen in Niedersachsen als Bestandteil einer so genannten „Willkommenskultur“ sowohl die Aufnahmeeinrichtungen als auch die Kommunen Niedersachsens vor recht unterschiedliche Herausforderungen stellen würde, sollte der Expertenkreis ein Konzept für die Unterbringung und Neuorganisation der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen erarbeiten.

Darin sollten Strukturen und Standards von der Erstaufnahme bis zur Unterkunft in den Kommunen (Integriertes Aufnahmekonzept) entwickelt werden.

Der Expertenkreis tagte erstmals am 23. Oktober 2013 und traf sich danach etwa monatlich unter Hinzuziehung weiterer Fachleute mit Gastbeiträgen.

Das Konzeptpapier finden Sie hier>>

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