Protestkarten "richtig gute Sache" - Große Resonanz auf BN-Unterschriftenaktion zum Rückzug der Post
Bramscher Nachrichten (be)Ein großes Echo findet unsere Protestaktion gegen die Schließung der Postfilialen im Verbreitungsgebiet der Bramscher Nachrichten. Bereits am ersten Tag wurden zahlreiche unt...
Bramscher Nachrichten (be)Ein großes Echo findet unsere Protestaktion gegen die Schließung der Postfilialen im Verbreitungsgebiet der Bramscher Nachrichten. Bereits am ersten Tag wurden zahlreiche unterschriebene Coupons bei den Bramscher Nachrichten abgegeben. Hier werden sie gesammelt und dann an den zuständigen Geschäftsbereich Partnerschaft Management Filialen in Hannover gebündelt weitergeleitet. Beigefügt werden dann unsere Berichte zum Thema. Selbstverständlich werden wir uns dann auch erkundigen, wie die Proteste bewertet werden, und darüber berichten.
"Eine richtig gute Sache. Das möchte ich auch für Achmer haben",lobt Annette Specht, Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen in Bramsche und als Achmeranerin direkt Betroffene, die Aktion. Klare Sache: Heute veröffentlichen wir den Coupon für Achmer und morgen als letzten den für Ueffeln. Hesepe als Sonderfall, wo zumindest ein eingeschränktes Angebot bestehen bleiben soll, wollen wir zunächst ausklammern.
In Achmer möchte Ortsbürgermeister Heiner Pahlmann versuchen, einenGesprächspartner der Post für den traditionellen Fastabend zu gewinnen, an dem der Ortsrat sich mit den Bürgern über das abgelaufene Jahr und die Perspektiven für das neue unterhält. Der Fastabend soll am Freitag, 4. Februar, ab 20 Uhr in der Gaststätte "Bürgerklause" stattfinden. "Ich glaube zwar nicht, dass da einer kommt, aber versuchen kann man es ja", meint der Ortsbürgermeister.
Die Bramscher Landtagsabgeordnete Filiz Polat (Bündnis 90/Die Grünen) hat in der Sache inzwischen die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post eingeschaltet. Sie bittet um Überprüfung der Frage, ob nach der Schließung der Filialen die Vorgaben aus der Post-Universaldienstleistungsverordnung und der freiwilligen Zusatzvereinbarung noch erfüllt werden.
Die Verpflichtung, in Orten mit mehr als 2000 Einwohnern und in Gemeinden mit zentral örtlicher Funktion präsent zu bleiben, werde im Schreiben der Post an die Bürgermeister überhaupt nicht erwähnt, so Polat. Im Brief der Post sei viel von Wirtschaftlichkeit, Wettbewerb und Interessen der Aktionäre die Rede, aber kaum von den Interessen der Kunden, kritisiert die Abgeordnete. "So würde sich kein Unternehmen verhalten, das im Wettbewerb steht. Dem Monopolunternehmen Post dürfen wir dieses Geschäftsgebaren erst recht nicht durchgehen lassen", sprach sich Polat dafür aus, über eine Abschaffung des Postmonopols schon vor 2008 zu diskutieren.>