Raumordnungsprogramm des Landes „verpasste Chance“ für Klimaschutz und Bürgernähe
„Es ist absurd, wenn mit den Mooren die natürlichen CO2-Speicher vernichtet werden und gleichzeitig mit viel Aufwand und Risiko künstliche Speicherstätten für das klimaschädliche Gas eingerichtet werden sollen“, so Christian Meyer.
Der heute (Dienstag) vom Landeskabinett verabschiedete Entwurf des Landesraumordnungsprogramms (LROP) ist nach Ansicht des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Landtagsgrünen Christian Meyer"eine verpasste Chance" für den Klimaschutz in Niedersachsen. Anstatt den Torfabbau zu beenden, würden mehr als 1000 Hektar Moorfläche zusätzlich der Zerstörung preisgegeben, kritisierte der Grünen-Politiker. "Das ist ein fatales Signal für den Klima- und Naturschutz". Zudem habe sich die Landesregierung mit diesem Beschluss über die kritischen Stellungnahmen der Kommunen und die Einwände der Umweltschützer hinweggesetzt.
Meyer: "Es ist absurd, wenn mit den Mooren die natürlichen CO2-Speicher vernichtet werden und gleichzeitig mit viel Aufwand und Risiko künstliche Speicherstätten für das klimaschädliche Gas eingerichtet werden sollen."
Nicht akzeptabel sei auch, dass die Landesregierung bei der im LROP festgeschriebenen Hochspannungstrasse Wahle-Mecklar von einer weitgehenden Erdverkabelung absehe. "Damit ignoriert sie den breiten Bürgerwillen in der Region, provoziert den Protest gegen den Netzausbau und behindert damit die Energiewende", sagte der Grünen-Politiker."