Rolle rückwärts bei der Rechtschreibung verunsichert Schülerinnen und Schüler und ist teue
Verunsicherung der Schülerinnen und Schüler wirft die heimische Landtagsabgeordnete der Grünen, Ursula Helmhold, den Initiatoren der Unterschriftensammlung gegen die Rechtschreibreform vor, zu denen a...
Verunsicherung der Schülerinnen und Schüler wirft die heimische Landtagsabgeordnete der Grünen, Ursula Helmhold, den Initiatoren der Unterschriftensammlung gegen die Rechtschreibreform vor, zu denen auch der CDU-Abgeordnete F. Pörtner aus Bückeburg gehört.
In der Kultusministerkonferenz hat auch Pörtners Parteifreund, Kultusminister Busemann, der Verbindlichkeit der neuen Regeln zum August nächsten Jahres zugestimmt. "Was für eine Komödie", sagte Helmhold. "Jetzt initiert die CDU eine Volksinitiative gegen ihren eigenen Kultusminister."
Es ist bezeichnend, dass Pörtner seinen Enthusiasmus nicht auf die Reform der Lehrerausbildung, die Modernisierung von Rahmenrichtlinien für den Unterricht oder die Einhaltung der eigenen Zusagen zur Sprachförderung lenkt, sondern auf die Frage, ob muss wieder mit "scharfem S" geschrieben werden soll.
"Gerade Herr Pörtner als ehemaliger Lehrer sollte doch wissen, welches Maß an Verunsicherung er über die Schülerinnen und Schüler bringt, die seit einigen Jahren die neuen Rechtschreibregeln lernen und jetzt wieder umlernen sollen," erklärte Helmhold.
Wer jetzt den Rückwärtsgang einlegen wolle, müsse auch erklären, wie die Eltern und Schulen die Kosten für neue Schulbücher bezahlen sollen, die im Zuge dieser "Rolle rückwärts" anfallen würden.