Pressemeldung Nr. 326 vom

CDU und FDP verweigern Experten-Anhörung im Sozialausschuss :Rückgang der Mädchengeburten um Gorleben:

„Schwarz-Gelb will nichts von einem möglichen Zusammenhang zwischen Strahlung und Rückgang der Mädchengeburten wissen“, so Miriam Staudte. Es sei jedoch die „originäre Aufgabe des Ausschusses für Soziales und Gesundheit Ursachenforschung zu betreiben.“

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Miriam Staudte hat den Fraktionen von CDU und FDP im Niedersächsischen Landtag "mangelnden Willen" zur Aufklärung der Ursachen für den Rückgang der Mädchengeburten im Bereich Gorleben vorgeworfen. Scharf kritisierte die Grünen-Politikerin, dass die Regierungsfraktionen heute (Donnerstag) den  Antrag der Grünen auf Durchführung einer Anhörung im Sozialausschuss abgelehnt haben.

"Schwarz-Gelb will nichts von einem möglichen Zusammenhang zwischen Strahlung und Rückgang der Mädchengeburten wissen", sagte die Grünen-Politikerin. Es sei jedoch die "originäre Aufgabe des Ausschusses für Soziales und Gesundheit Ursachenforschung zu betreiben", sagte die Grünen-Politikerin. Deswegen müssten Nuklearmediziner im Ausschuss angehört werden, um die Streitfrage der möglichen Kausalität fachlich zu diskutieren.

Staudte kritisiert in diesem Zusammenhang auch, dass das Sozialministerium die bereits angekündigte Arbeitsgruppe zur Beratung über die Ursachen der Verschiebung des Geschlechterverhältnisses wieder in Frage stelle. "Jetzt ist nur noch von einem einmaligen Fachgespräch die Rede", sagte Staudte. ""Die Einsetzung einer dauerhaften Arbeitsgruppe will die Landesregierung scheinbar umgehen!"

Das niedersächsische Landesgesundheitsamt hatte in einer eigenen Studie den Befund  verschiedener Wissenschaftler bestätigt, die seit Einlagerung der Castoren eine signifikante Verschiebung des Geschlechterverhältnisses um Gorleben festgestellt hatten.

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