Pressemeldung Nr. 2250 vom

Saatgut: Wo Gentechnik drin ist, muss auch Gentechnik draufstehen - GRÜNE drängen auf schnelle Bearbeitung ihres Antrages

Viel zu hoch sind nach Ansicht der grünen Landtagsfraktion die von der EU-Kommission vorgeschlagenen Grenzwerte für gentechnisch-verändertes Saatgut. Der agrarpolitische Sprecher der Landtagsgrünen Ha...

Viel zu hoch sind nach Ansicht der grünen Landtagsfraktion die von der EU-Kommission vorgeschlagenen Grenzwerte für gentechnisch-verändertes Saatgut. Der agrarpolitische Sprecher der Landtagsgrünen Hans-Jürgen Klein verweist darauf, dass sich der am kommenden Montag (09.12.) tagende EU-Umweltministerrat möglicherweise mit den kennzeichnungspflichtigen Grenzwerten für gentechnisch-verändertes Saatgut befassen wird.
"Im Interesse aller muss der EU-Umweltministerrat den Vorschlag der EU-Kommission ablehnen, wonach Saatgut je nach Sorte zwischen 0,3% und 0,7% mit gentechnisch verändertem Samen verunreinigt sein kann, ohne dass dies gekennzeichnet werden muss" fordert Klein. Es könne nicht angehen, dass ohne Kenntnis des jeweiligen Landwirts auf bis zu 70 Quadratmetern pro Hektar Pflanzen mit gentechnisch verändertem Erbgut aufwachsen, obwohl gentechnikfreies Saatgut gekauft wurde. "Wo Gentechnik drin ist, muss auch Gentechnik draufstehen"
In diesem Zusammenhang mahnte Klein eine zügige Behandlung eines Antrags seiner Fraktion an, in dem bereits im Frühsommer gefordert wurde, dass sich Landes- und Bundesregierung für einen Grenzwert einsetzen, der bei der technischen Nachweisgrenze von 0,1% liegt. Jeder höhere Grenzwert für zufällige oder technisch nicht vermeidbare gentechnische Verunreinigungen von Saatgut, führe zu einer unkontrollierten, schleichenden Verseuchung mit gentechnisch veränderten Organismen.

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