Landesregierung hat keine Vorsorge für Ausgleich des Lehrerarbeitszeitkontos geschaffen:Schlechtere Unterrichtsversorgung im kommenden Schuljahr
Eine deutliche Verschlechterung der Unterrichtsversorgung im Schuljahr 2008/2009 haben die Landtagsgrünen prognostiziert. „Die CDU/FDP-Landesregierung hat keine Vorsorge dafür geschaffen, wenn das Lehrerarbeitszeitkonto ausgeglichen werden muss“, so Ina Korter.
Eine deutliche Verschlechterung der Unterrichtsversorgung im Schuljahr 2008/2009 haben die Landtagsgrünen prognostiziert. "Die CDU/FDP-Landesregierung hat keine Vorsorge dafür geschaffen, wenn das Lehrerarbeitszeitkonto ausgeglichen werden muss", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Korter heute (Mittwoch) in Hannover. "Dadurch werden den Schulen im kommenden Schuljahr Lehrerstunden im Umfang von mehr als 1.000 Stellen weniger zur Verfügung stehen."
Trotz der rückläufigen Schülerzahlen werden auf das ganze Jahr gerechnet Lehrerstunden im Umfang von 1068 Stellen fehlen. "Schon zum Schulhalbjahreswechsel am 1. Februar werden die Lücken zu spüren sein", sagte die Grünen-Politikerin. Besonders stark seien die Grundschulen, die Förderschulen und die Realschulen betroffen. "Die Landesregierung ist verantwortlich dafür, dass Lehrerinnen und Lehrer auch im kommenden Schuljahr für individuelle Förderangebote und für kleinere Klassen nicht zur Verfügung stehen", sagte Korter.
Die damals von der SPD getragene Landesregierung hatte das Lehrerarbeitszeitkonto im Jahr 1998 eingeführt, um damit die steigenden Schülerzahlen zu bewältigen. Ab 2008 muss diese Mehrarbeit nun abgebaut und ausgeglichen werden.