Pressemeldung Nr. 1541 vom

Schnellgestrickte Angebote gegen Gewalt heilen nicht gesellschaftliche Versäumnisse - Waffen gehören nicht ins Wohnzimmer

Die Landtagsgrünen sehen auch in Niedersachsen einen enormen Nachholbedarf, die gesellschaftliche Debatte über die Ursachen von Gewalt zu führen. "Hektische Aktivitäten und die Korrektur einzelner ges...

Die Landtagsgrünen sehen auch in Niedersachsen einen enormen Nachholbedarf, die gesellschaftliche Debatte über die Ursachen von Gewalt zu führen. "Hektische Aktivitäten und die Korrektur einzelner gesetzlicher Bestimmungen werden Versäumnisse in der Jugend-, Schul- und Medienpolitik und bei der Waffengesetzgebung nicht über Nacht heilen können", sagte die Fraktionsvorsitzende Rebecca Harms am Freitag in Hannover.
Für die nächste Landtagssitzung möchten die Grünen Schüler, Eltern und Lehrer dazu einladen, den Politikern ihre Sicht der Erfurter Ereignisse vorzutragen und gemeinsam über mögliche Konsequenzen zu diskutieren.
Auch die Landesregierung wäre besser beraten, nicht mit "schnellgestrickten scheinbar um-fassenden Angeboten " Lösungen für Probleme vorzutäuschen, die sich über Jahrzehnte aufgebaut haben, und die weit tiefere Ursachen haben, als einzelne verfehlte Regelungen im Medien- oder Waffenrecht.
Unstrittig dagegen sollte es sein, dass Waffen nicht in Privatwohnungen gehören. Zu lange seien die großen Parteien vor den Waffenlobbyisten eingeknickt. "Sportwaffen gehören in Schränke der Schützenvereine und nicht ins Wohnzimmer", erneuerte Harms ihre Forderung nach einer Verschärfung der entsprechenden Bestimmungen.

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