Pressemeldung Nr. 71 vom

Kita-Volksinitiative:Scholing: Realistische Schritte statt unseriöser Schnellschüsse

„Für Gute Bildung von Anfang an müssen Kommunen, Länder und der Bund gemeinsame Anstrengungen unternehmen. Die Qualitätsverbesserung in Krippen und Kitas ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, für die wir einen langen Atem und die Definition realistischer Schritte brauchen statt unseriöse Schnellschüsse“, so Heiner Scholing.

Darum geht's

Erneut hat sich heute (25. April 2014) der Kultusausschuss des Landtages mit der "Kita-Volksinitiative für bessere Rahmenbedingungen in den niedersächsischen Kindertagesstätten“ befasst. Nach der Geschäftsordnung des Landtages hat der Kultusausschuss die Aufgabe, zum Gegenstand der Volksinitiative eine Beschlussfassung abzustimmen, die dann ins Plenum des Landtages geht.

Zur Beratung und Abstimmung lagen eine Beschlussvorlage der CDU und eine gemeinsame Beschlussvorlage von SPD und Grünen vor.

Die Beschlussvorlage der CDU fordert Schritte, die schon im laufenden Haushaltsjahr wirksam werden sollen. Die Beschlussvorlage von SPD und Grünen fordert die Landesregierung auf, bei der Erstellung des neuen Kindertagesstättengesetzes die Forderungen der Volksinitiative in einen Stufenplan für qualitative Verbesserungen einzuarbeiten.

Das sagen die Grünen

Heiner Scholing, kinderpolitischer Sprecher

„Wir müssen deutlich mehr Mittel für Bildung bereitstellen. In diesem Punkt herrscht Einigkeit unter den Fraktionen. Mit ihrem sogenannten Sofortprogramm erweckt die CDU jedoch bewusst falsche Hoffnungen – eine Gegenfinanzierung ist nicht erkennbar. Das ist schlicht unredlich und hilft weder den Kindern, Eltern, noch den Erzieherinnen und Erziehern weiter.“

„Für Gute Bildung von Anfang an müssen Kommunen, Länder und der Bund gemeinsame Anstrengungen unternehmen. Die Qualitätsverbesserung in Krippen und Kitas ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, für die wir einen langen Atem und die Definition realistischer Schritte brauchen statt unseriöse Schnellschüsse.“

Zum Hintergrund

In Deutschland werden ca. 0,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes für die vorschulische Bildung und Förderung ausgegeben. Das ist bei weitem kein Spitzenplatz. Dabei herrscht durchaus Einigkeit, dass es gerade in Deutschland von hoher Bedeutung ist, Bildung einen höheren Stellenwert zu geben. Die wachsende Bedeutung zeigt sich schließlich auch in der Tatsache, dass in allen Altersgruppen die Anzahl der Kinder, die in vorschulischen Einrichtungen gefördert werden, stetig steigt. In den meisten Kommunen liegt der Anteil der 4 bis 6jährigen Kinder sehr deutlich über 90 Prozent. Dem quantitativen Ausbau ist in Hinblick auf qualitative Notwendigkeiten viel zu wenig entsprochen worden.

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