Facebook-Partys verbieten?:Schünemann hat keine Ahnung von sozialen Netzwerken
„Das gegenwärtige Polizei- und Ordnungsrecht ist vollkommen ausreichend. Die Forderung des Innenministers nach Verboten zeugt von Unkenntnis über soziale Netzwerke und Medien, ist substanzlos und schielt auf billigen Applaus der Internet-Widersacher", so Helge Limburg.
Zur Forderung des niedersächsischen Innenministers, Facebook-Partys im Vorfeld zu verbieten, erklärt der rechtspolitische Sprecher Helge Limburg:
Schünemann hat keine Ahnung von sozialen Netzwerken
"Das gegenwärtige Polizei- und Ordnungsrecht ist vollkommen ausreichend. Die Forderung des Innenministers nach Verboten zeugt von Unkenntnis über soziale Netzwerke und Medien, ist substanzlos und schielt auf billigen Applaus der Internet-Skeptiker.
Einigen wenigen Fällen von so genannten Facebook-Partys, die aus dem Ruder gelaufen sind, stehen viele tausend Veranstaltungen gegenüber, die völlig friedlich und störungsfrei verlaufen sind. Auch bei anderen Anlässen, wie Fußballspielen oder Schützenfesten, kann es zu Störungen kommen, ohne dass deshalb ernsthaft ein generelles Verbot erwogen wird. Allerdings sollte die Landesregierung Maßnahmen ergreifen, um die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen zu stärken, damit diese nicht ungewollt zu Massenpartys einladen."