Pressemeldung Nr. 92 vom

Schünemanns Rückzug von WM-Finanzierungszusage für Hannover ist Foulspiel

Im Zusammenhang mit dem Streit zwischen der Landesregierung und der Stadt Hannover über die Übernahme von Kosten für die Ausrichtung der WM-Spiele in der Landeshauptstadt haben die Landtagsgrünen Innenminister Schünemann als „Spielverderber“ bezeichnet.

Im Zusammenhang mit dem Streit zwischen der Landesregierung und der Stadt Hannover über die Übernahme von Kosten für die Ausrichtung der WM-Spiele in der Landeshauptstadt haben die Landtagsgrünen Innenminister Schünemann als "Spielverderber" bezeichnet. "Schünemanns Drohung, die bereits zugesicherten 600.000 Euro nicht zur Verfügung zu stellen, ist ein böses Foul", sagte der hannoversche Abgeordnete Enno Hagenah am Donnerstag.

Das Motto "Zu Gast bei Freunden" bekäme durch das Verhalten des Ministers einen "merkwürdigen Beigeschmack". "Herr Schünemann hat den Beschluss der Innenministerkonferenz zur WM mitgetragen, mit dem die Länder zugesagt haben, für den Einsatz der Behörden und Organisationen des Katastrophenschutzes gerade zu stehen."

Nach den ihm vorliegenden aktuellen Zahlen würden alle anderen Bundesländer mit Austragungsorten weit mehr zur Finanzierung der Sicherungsmaßnahmen für die Spiele beitragen als Niedersachsen, sagte der Grünen-Abgeordnete. Hagenah möchte jetzt mit einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung geklärt wissen, ob die Haltung des Innenministers das letzte Wort zum Finanzierungsbeitrag ist, und wie sich das Land, das sich ja durchaus damit rühme, Gastgeber für den Weltfußball zu sein, konstruktiv in die weitere Vorbereitung der WM einzubringen gedenke.

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