GRÜNE verlangen Konsequenzen aus neuer PISA-Studie:Schule versagt bei der Förderung von Migrantenkindern
Als beschämend bezeichnete die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion Ina Korter das Ergebnis des heute vorgestellten PISA-Berichts, demzufolge in keinem der verglichenen Länder Kinder von Migranten so schlecht in der Schule gefördert werden wie in Deutschland.
Als beschämend bezeichnete die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion Ina Korterdas Ergebnis des heute vorgestellten PISA-Berichts, demzufolge in keinem der verglichenen Länder Kinder von Migranten so schlecht in der Schule gefördert werden wie in Deutschland.
"Das deutsche Bildungswesen hat bei der Integration der Kinder von Migranten vollständig versagt", erklärte Korter. Jetzt müssten endlich weitreichende Konsequenzen gezogen werden. "Die Sprachförderung in den Kindertagesstätten muss weiter intensiviert werden, und es muss massiv dafür geworben werden, dass mehr Kinder von Migranten spätestens mit drei Jahren die Kindertagesstätten besuchen", forderte die grüne Bildungsexpertin. In der Schule müsse die Sprachförderung auch über die Grundschulzeit hinaus fortgeführt werden, damit die Schülerinnen auch die Fachsprache in den verschiedenen Unterrichtsfächern erlernen können.
Wenn die Integration der Migrantenkinder gelingen solle, dürfe auch die Schulstruktur nicht länger tabuisiert werden. "Auch die Migrantenkinder können nur optimal gefördert und integriert werden,wenn sie nicht in 'Restschulen' abgehängt werden. Daher ist die Mehrgliedrigkeit keine Schulstruktur der Zukunft. Besser ist es, wenn Kinder länger gemeinsam und voneinander lernen, sagte Korter.