Pressemeldung Nr. 2323 vom

Schulgesetz der Landesregierung ist ideologisch und rückwärtsgewandt - CDU-FDP werden dem großen Modernisierungsbedarf des Schulsystems nicht gerecht

Als rückwärtsgewandte Gesellschaftspolitik bezeichnet die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter die Schulpolitik der schwarz-gelben Landesregierung."Auch der jüngste PISA-Bericht ha...

Als rückwärtsgewandte Gesellschaftspolitik bezeichnet die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter die Schulpolitik der schwarz-gelben Landesregierung."Auch der jüngste PISA-Bericht hat wieder den großen Modernisierungsbedarf des deutschen Schulsystems deutlich gemacht. Diesem Modernisierungsbedarf wird der Schulgesetz-Entwurf von CDU und FDP in keiner Weise gerecht," erklärter Korter am Montag (heute) in Hannover.

Die jetzt auch für Niedersachsen angestrebte frühe Auslese führe in den CDU-Vorzeigeländern Bayern und Baden-Württemberg dazu, dass Bildungspotentiale nicht ausgeschöpft würden. Das habe der in der vergangenen Woche vorgelegte neue PISA-Bericht erneut deutlich gemacht. "Die Rückkehr zur Auslese nach Klasse vier ist nach PISA genau der falsche Weg", sagte Korter. Die schwarz-gelbe Koalition wolle offenbar das ständisch orientierte konservative Bürgertum bedienen, das seine Kinder in der Schule möglichst früh separieren will.

Auch das Abitur nach 12 Jahren werde die Auslese in der Schule weiter verschärfen. Die Durchlässigkeit nach oben werde damit weiter eingeschränkt. "Wenn dieser Schulgesetz-Entwurf Wirklichkeit wird, wird die Abiturquote weiter sinken. Niedersachsen wird damit den Anschluss an die PISA-Spitzenreiter noch mehr verlieren", so Korter

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