Pressemeldung Nr. 318 vom

Schwarz-gelb hinterlässt zahllose offene Baustellen :Schuljahresbeginn läutet das letzte Halbjahr für Minister Althusmann ein

Die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter hat der Landesregierung zum Schuljahresbeginn vorgeworfen, die „niedersächsische Schullandschaft mit bildungspolitischen Stolperfallen und offenen Baustellen“ überzogen zu haben.

Die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter hat der Landesregierung zum Schuljahresbeginn vorgeworfen, die "niedersächsische Schullandschaft mit bildungspolitischen Stolperfallen und offenen Baustellen" überzogen zu haben. "Der Schuljahresbeginn muss das letzte Halbjahr für die Regierung McAllister und seinen Kultusminister Alt-husmann einläuten", sagte die Grünen-Politikerin am Freitag (heute) in Hannover.

Als konkrete Stichpunkte für die Fehler und Versäumnisse in der schwarz-gelben Schulpolitik nannte Korter:

  • Die Inklusion wurde zu spät und zu zögerlich angepackt; es gibt keine Klarheit über die nötige Unterstützung mit Fachkräften und es gibt kein Konzept für eine Qualifizierungsoffensive, mit der die Lehrkräfte auf diese neue Aufgabe vorbereitet werden sollen.
  • Die Ganztagsschulen werden weiter mit unzureichenden Personalressourcen ausgestattet; das Problem der rechtlich fragwürdigen Honorarverträge bleibt ungelöst.
  • Neun Jahre nach Einführung des Turbo-Abis hat die Landesregierung kein Konzept, wie der übermäßige Stress für die Schüler wieder abgebaut und mehr Flexibilität bei der Schulzeitdauer ermöglicht werden kann.
  • Die Oberschulen haben sich längst als kombinierte Haupt- und Realschulen erwiesen. Der Wunsch vieler Eltern nach einer gemeinsamen Schule, die auch zum Abitur führt, wird weiterhin ignoriert. Integrierte Gesamtschulen werden weiter behindert und ihre Errichtung blockiert.
  • Die Landesregierung hat die berufsbildenden Schulen auf dem Weg in die Eigenverantwortlichkeit weitgehend im Stich gelassen.

Korter: "Kultusminister Althusmann befindet sich längst am Ende seines Lateins. Die Schulpolitik erschöpft sich in Aktionismus. Durchdachte Konzepte, langfristige Zielsetzungen oder gar schulpolitische Visionen sind Mangelware auf dem Kabinettstisch!"

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