Zentralismus bringt weder Gerechtigkeit noch höhere Motivation:Sechs-Länder-Abi „purer Aktionismus“
Als „puren Aktionismus“ hat die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter den Plan von Kultusminister Althusmann kritisiert, ab 2014 mit fünf anderen Bundesländern gemeinsame Abituraufgaben vorzulegen.
Als "puren Aktionismus" hat die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter den Plan von Kultusminister Althusmann kritisiert, ab 2014 mit fünf anderen Bundesländern gemeinsame Abituraufgaben vorzulegen. "Erst sollten die Probleme mit dem Turbo-Abi gelöst werden, bevor der Minister sich neue Aufgaben vornimmt", sagte die Grünen-Politikerin heute (Montag) in Hannover.
Statt den Schulen schon wieder neue Prüfungsvorgaben zu machen, sollte Niedersachsen die beschlossenen, länderübergreifenden Bildungsstandards umsetzen, forderte Korter. "Zentralismus allein löst weder Gerechtigkeits- noch Qualitätsprobleme." Es sei zu befürchten, dass durch eine weitere Vereinheitlichung der Prüfungen die Schulen die pädagogischen Freiräume verlören und dringend benötigte kreative Begabungen und innovative Köpfe durch das Raster fallen.
Wer ein länderübergreifendes Kernabitur fordere, müsse konsequenterweise auch sagen, dass die Aufgaben von einer externen Prüfungskommission gestellt und die Abiturarbeiten extern korrigiert und bewertet werden müssten. Korter: "Dafür müssen dann auch zusätzliche Mittel bereitgestellt werden."