Sicherheit auf dem Schulweg - Wenzel fordert schwedischen Ansatz bei Verkehrssicherheit
Anlässlich des Schulbeginns in Niedersachsen forderte der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag, Stefan Wenzel, einen grundsätzlich neuen Ansatz für die Sicherheit...
Anlässlich des Schulbeginns in Niedersachsen forderte der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag, Stefan Wenzel, einen grundsätzlich neuen Ansatz für die Sicherheit im Straßenverkehr. "Wir müssen das "VISION ZERO-Konzept” der Schweden auf Deutschland übertragen", forderte Wenzel. Schweden habe bereits Ende der neunziger Jahre einen radikalen, aber auch visionären Beschluss gefasst: Ziel sei die Senkung der Zahl tödlich und schwer verunglückter Verkehrsteilnehmer auf null.
"Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass jährlich mehr als 7.000 Menschen auf Deutschlands Straßen sterben, davon viele Kinder. Was wäre in Deutschland los, wenn jedes Jahr 20 Jumbojets abstürzten oder 70 ICEs verunglücken würden", fragt Wenzel. Die Schweden hätten alle Behörden, alle Planer, alle Verbände, Unternehmen und Verkehrsbeteiligte auf den neuen Grundsatz verpflichtet. Jede Maßnahme und jedes Produkt werde unter diesem Aspekt beleuchtet.
"Das Thema Verkehrssicherheit muss endlich ernst genommen werden.” Gelbe Füße auf der Fahrbahn und Infokarten von der CDU seien zwar gut gemeint, würden aber die eigentlichen Probleme verdecken. Gerade für Schulanfänger sei wichtig, dass die innerörtlichen Geschwindigkeiten gesenkt werden. Flächendeckend Tempo 30 würde viele Unfälle verhindern. Vorhandene Tempolimits müssten auch konsequent durchgesetzt werden, forderte Wenzel.
wz