Software-Flop bei Hochschulzulassung wird Probleme verschärfen – Aussetzen des Verfahrens trotzdem richtig
„So bedauerlich es ist, dass das neue Verfahren nicht wie geplant zum nächsten Wintersemester verfügbar ist, das Votum der Landesregierung für ein Aussetzen war angesichts der Probleme richtig", so Gabriele Heinen-Kljajic
Zur heutigen Entscheidung der Stiftung für Hochschulzulassung erklärt die hochschulpolitische Sprecherin der Grünen Gabriele Heinen-Kljajic:
"So bedauerlich es ist, dass das neue Verfahren nicht wie geplant zum nächsten Wintersemester verfügbar ist, das Votum der Landesregierung für ein Aussetzen war angesichts der Probleme richtig. Ich befürchte allerdings, dass der Software-Flop die Turbulenzen an den Hochschulen durch den doppelten Abiturjahrgang und den Wegfall der Wehrpflicht noch weiter verschärfen wird. Um die Anzahl nicht genutzter Studienplätze möglichst gering zu halten, müssen die Hochschulen zum Modell der Überbuchung zurückkehren und das 2009 provisorisch eingerichtete System zur Verteilung frei gebliebener Restplätze weiter nutzen. Viele Studierende werden einen Zulassungsbescheid erst erhalten, nachdem das Semester längst begonnen hat. Trotz eines Ansturms auf die Hochschulen ist zu befürchten, dass mangels eines funktionierenden Zulassungssystems Plätze unbesetzt bleiben werden."