Sozialministerin verzweifelt gesucht - Programm für "Crashkids" ohne Intervention Trauernichts
Nach sachdienlichen Hinweisen über den Verbleib der niedersächsischen Sozialministerin Trauernicht in der aktuellen politischen Debatte über straffällige Kinder suchen die Landtagsgrünen. "Das vor Jah...
Nach sachdienlichen Hinweisen über den Verbleib der niedersächsischen Sozialministerin Trauernicht in der aktuellen politischen Debatte über straffällige Kinder suchen die Landtagsgrünen. "Das vor Jahren von CDU und SPD geforderte Interventionsprogramm wurde einst von Frau Trauernicht aus fachlichen Gründen gestoppt. Nun taucht es wieder aus der Versenkung auf und die Ministerin rührt sich nicht", kritisierte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Brigitte Pothmer heute (Donnerstag) in Hannover.
Bereits im Jahr 1999 war ein Beirat im Kultusministerium mit der Problematik von gewalttätigen Kindern befasst und mit der Erarbeitung eines Programms beauftragt worden. Bei Amtsantritt der Ministerin ging die Verantwortung für den Fachbereich in das Sozialressort über. Unter der Federführung der Sozialministerin wurde das Konzept verworfen, da sich die Experten darüber einig waren, dass Wegsperren eine ungeeignete Maßnahme wäre. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde deutlich, dass sich kein Träger hierfür finden würde. "Dass diese fachliche Entscheidung nun zu Gunsten von Blitzaktionen des Ministerpräsidenten revidiert wird, ist fragwürdig", sagte die Grünen-Abgeordnete.
Pothmer: "Nach diesem Ablauf gibt es einen erheblichen Erklärungsbedarf. Offenbar hat die Ministerin schon vor Ablauf der Amtszeit die Geschäfte aus der Hand gegeben."
Dk/zm