Pressemeldung Nr. 154 vom

250 weitere Stellen vollkommen unzureichend:„Späte Einsicht“ bei Lehrerarbeitszeitkonten gefährdet Unterrichtsversorgung

„Jetzt wird es noch schwerer, rechtzeitig zum kommenden Schuljahr auch in den Mangelfächern die nötigen Lehrkräfte zu finden“, so Ina Korter. Die Schulen seien bei der Planung ihres Lehrkräftebedarfs um sieben Wochen im Verzug.

Die Landtagsgrünen haben Kultusministerin Heister-Neumann vorgeworfen, mit ihrer "späten Einsicht beim Ausgleich des Lehrer-Arbeitszeitkonten wertvolle Zeit vertan" zu haben. "Jetzt wird es noch schwerer, rechtzeitig zum kommenden Schuljahr auch in den Mangelfächern die nötigen Lehrkräfte zu finden", sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter am (heutigen) Dienstag in Hannover. Die Schulen seien bei der Planung ihres Lehrkräftebedarfs um sieben Wochen im Verzug.

Die 250 Lehrerstellen, die die Kultusministerin jetzt beim Finanzminister beantragen wolle, seien zur Sicherung der Unterrichtsversorgung bei weitem nicht ausreichend, sagte die Grünen-Politikerin. "Allein durch das Auslaufen der bisherigen Mehrarbeit werden zum kommenden Schuljahr 789 Stellen fehlen." Die Ausfälle durch den Ausgleich für die Mehrarbeit kämen noch hinzu. Insgesamt könnten im Schuljahr 2008/09 mehr als 1.000 Stellen fehlen.

Korter forderte die Landesregierung auf, endlich ein detailliertes Personalkonzept zur Sicherung der Unterrichtsversorgung vorzulegen. Sie kritisierte, dass das Ministerium "bisher nur unklare und widersprüchliche Zahlen geliefert" habe.

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