Sprachförderung für Schulanfänger darf nicht auf Kosten von Förderunterricht an Grundschulen gehen
Als Mogelpackung bezeichnen die Landtagsgrünen die Pläne des Kultusministeriums, den ab Februar 2004 geplanten Sprachförderunterricht für angehende Grundschülerinnen und Grundschüler durch Umschichtun...
Als Mogelpackung bezeichnen die Landtagsgrünen die Pläne des Kultusministeriums, den ab Februar 2004 geplanten Sprachförderunterricht für angehende Grundschülerinnen und Grundschüler durch Umschichtung von Überhangstunden und Förderstunden an den Grundschulen abzusichern.
"Vollmundig hat Minister Busemann verkündet, die vorschulische Sprachförderung werde im Umfang von 280 Stellen zur Verfügung gestellt. Wer genau hinschaut, kann sehen, dass es sich nicht um zusätzliche Stellen sondern Umschichtung von Stunden handelt. In Wirklichkeit werden für diesen Zweck andere wichtige Förderangebote und Arbeitsgemeinschaften gestrichen", sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter am Freitag in Hannover.
"Nicht jedem Kind ist zielgenau mit Sprachförderung gedient. Einen Förderschwerpunkt auf Kosten anderer auszubauen, heißt auf der einen Seite Löcher stopfen und auf der anderen Seite wieder welche aufzureißen," sagte Korter.
Die Grünen-Politikerin wies darauf hin, dass auch die Landesförderung der Hausaufgabenhilfe mit dem Verweis auf die Einführung der Sprachförderung 2004 gestrichen werde.