Starke Normierung der gymnasialen Oberstufe blockiert Begabungsvielfalt - Rückgang der Abiturquote befürchtet
Kritik an der angekündigten Neuregelung der gymnasialen Oberstufe kommt von den Landtagsgrünen. "Die von Minister Busemann geplante starke Normierung macht es der Oberstufe schwerer, der Vielfalt der...
Kritik an der angekündigten Neuregelung der gymnasialen Oberstufe kommt von den Landtagsgrünen. "Die von Minister Busemann geplante starke Normierung macht es der Oberstufe schwerer, der Vielfalt der Begabungen gerecht zu werden. Das wird zu einem Rückgang der Abiturquote führen", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Korter am Dienstag in Hannover.
Die Grünen-Politikerin sprach sich dafür aus, die Möglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler Schwerpunkte nach ihren jeweiligen Interessen und besonderen Fähigkeiten zu setzen, nicht einzuschränken, sondern im Gegenteil zu erweitern.
Als "zu kurz gedacht" bezeichnete Korter auch die Einführung eines sogenannten Seminarfaches. "Die Förderung zum selbstgesteuerten Lernen und zu kreativem und problemlösenden Lernen ist die Hauptaufgabe der gymnasialen Oberstufe. Das muss in allen Fächern stattfinden und darf nicht auf ein sogenanntes Seminarfach beschränkt werden."
Statt zur gymnasialen Oberstufe der 60er Jahre zurückzukehren, sei eine Reform nötig, die generell das fächerübergreifende Lernen ausweitet und das eigenverantwortliche Lernen der Schülerinnen und Schüler systematisch fördert. Nur so könne die Studierfähigkeit erhöht werden.