Statement zum Thema Vollverschleierung von Beschäftigten im Öffentlichen Dienst
„Ich bin der Auffassung, dass der Öffentliche Dienst mit Bürgerkontakt erfordert, dass die Beschäftigten ihr Gesicht zeigen. Der Aktionismus von Minister Schünemann ist fehl am Platz, weil es in Niedersachsen derzeit einen vergleichbaren Fall wie in Hessen gar nicht gibt", so Stefan Wenzel.
Zum Fall einer im Öffentlichen Dienst beschäftigten Frau, die im Bundesland Hessen mit Vollverschleierung am Arbeitsplatz erschien, erklärte der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Stefan Wenzel:
"Ich bin der Auffassung, dass der Öffentliche Dienst mit Bürgerkontakt erfordert, dass die Beschäftigten ihr Gesicht zeigen. Der Aktionismus von Minister Schünemann ist fehl am Platz, weil es in Niedersachsen derzeit einen vergleichbaren Fall wie in Hessen gar nicht gibt. Von der Integrationsministerin Özkan hätte ich eine differenzierte Haltung erwartet. In jedem Einzelfall ist eine individuelle und anlassbezogene Prüfung notwendig, um der sorgfältigen Abwägung zwischen Religionsfreiheit, Gleichbehandlungsgrundsatz und den Ansprüchen einer demokratischen Verwaltung gerecht zu werden. Falls eine Neuregelung im Beamten- oder Arbeitsrecht notwendig wäre, würden wir Grünen uns dieser nicht verschließen."