Pressemeldung Nr. 96 vom

Grohnde-Unterrichtung im Umweltausschuss:Staudte: Ursachen für Schäden müssen geklärt werden

„Die Betreiber dürfen jetzt keinesfalls an notwendigen Investitionen sparen, um Kosten zu drücken. Nach wie vor tragen die Konzerne die volle Verantwortung für die Sicherheit – auch wenn sie am liebsten diese Verantwortung an den Bund abschieben wollen“, so Miriam Staudte.

Darum geht's

Der Umweltausschuss des Landtags wurde heute von der Landesregierung zu den Vorfällen im AKW Grohnde unterrichtet. Die Abgeordneten hakten mit Fragen nach.

Das sagen die Grünen

Miriam Staudte, atompolitische Sprecherin

„Die Kernfrage kann bis heute nicht beantwortet werden: Was sind die Ursachen für die Schäden an den Drosselkörpern? Solange es hier keine Klarheit gibt, können weitere Störfälle nicht ausgeschlossen werden. Die Atomaufsicht muss den Betreiber strengstens kontrollieren.“

„Die Betreiber dürfen jetzt keinesfalls an notwendigen Investitionen sparen, um Kosten zu drücken. Nach wie vor tragen die Konzerne die volle Verantwortung für die Sicherheit – auch wenn sie am liebsten diese Verantwortung an den Bund abschieben wollen.“

Hintergrund

Das AKW Grohnde ging 1985 ans Netz. Die Baulinie 3 stammt noch aus den 70er Jahren und gilt als besonders störanfällig. Wegen eines Generatorschadens steht das AKW derzeit unplanmäßig  still. Bei weiteren Überprüfungen wurde im nuklearen Bereich ein Fremdkörper entdeckt. Bei diesem Fremdkörper handelt es sich um eine gebrochene Feder aus einem Drosselkörper. Bei weiteren Untersuchungen wurden neun defekte Drosselkörper entdeckt. Diese dienen der Regulierung der Reaktorkühlung. Nun soll eine Materialprüfung des defekten Teils stattfinden.

 

Zurück zum Pressearchiv