Pressemeldung Nr. 231 vom

Vorstoß der Leibniz-Universität bedeutet Ausstieg aus der geplanten NTH:Störfeuer aus Hannover gegen Stratmanns Hochschulpläne

Eine „umgehende Stellungnahme“ des Wissenschaftsministeriums zu den jüngsten Plänen der Leibniz-Universität forderte die hochschulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Gabriele Heinen-Kljajic.

Eine "umgehende Stellungnahme" des Wissenschaftsministeriums zu den jüngsten Plänen der Leibniz-Universität forderte die hochschulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Gabriele Heinen-Kljajic heute (Dienstag) in Hannover.

Nach Zeitungsberichten plant das Präsidium im Verbund mit der Tiermedizinischen Hochschule und der Medizinischen Hochschule Hannover in einer neuen Runde des Exzellenzwettbewerbs von Bund und Ländern einen gemeinsamen Antrag in der begehrten Fördersparte "Zukunftskonzepte". Schwerpunktthemen dieses gemeinsamen Antrags sollen mit Lasertechnik und Physik ausgerechnet die Bereiche sein, in denen die Hochschulen der Niedersächsischen Technischen Hochschule (NTH) zukünftig in enger Absprache kooperieren sollen. "Damit werden die Pläne einer NTH, unter deren Dach die Universitäten Braunschweig, Hannover und Clausthal in Zukunft einen gemeinsamen Auftritt für die Bereiche Natur- und Ingenieurwissenschaften organisieren sollen, konterkariert. Sollte Hannover seine Pläne umsetzen, wäre der Traum von einer NTH bereits geplatzt, bevor das entsprechende Gesetz nach den Sommerferien in die Ausschussberatungen kommt. Es kann jedenfalls nicht angehen", so Heinen-Kljajic, "dass die TU Braunschweig im Glauben an ein Gelingen der NTH beispielsweise die Physik zugunsten Hannovers zurückfährt, damit Hannover diesen dann gestärkten Fachbereich in ein Kooperationsmodell mit Dritten einbringt."

Es sei irritierend, dass das Wissenschaftsministerium einen Gesetzentwurf in die Anhörung gegeben habe, der entgegen bisheriger Verlautbarungen offenbar nicht von allen betroffenen Hochschulen gemeinsam getragen werde. Solange die Universität Hannover ganz offensichtlich nicht an einer Umsetzung der NTH interessiert ist, scheint den Grünen der Gesetzentwurf nicht beratungsfähig. "Minister Stratmann hat in Hannover noch eine Menge Hausaufgaben zu machen", resümiert Heinen-Kljajic.

Zurück zum Pressearchiv