Stratmann fährt Hochschulpakt als Billigmodell
Die Landtagsgrünen haben der Landesregierung vorgeworfen, dass sie es versäumt, durch eigene Anstrengungen für ein ausreichendes Angebot an Studienplätzen in Niedersachsen zu sorgen.
Die Landtagsgrünen haben der Landesregierung vorgeworfen, dass sie es versäumt, durch eigene Anstrengungen für ein ausreichendes Angebot an Studienplätzen in Niedersachsen zu sorgen. Aus der heute (Freitag) vorgelegten Antwort des Wissenschaftsministeriums auf eine Grünen-Anfrage zum Ausbau der Studienplatzkapazitäten geht hervor, dass der Hochschulpakt in Niedersachsen auf Sparflamme gekocht wird, sagte die hochschulpolitische Sprecherin Gabriele Heinen-Kljajic. So sei die Anzahl der Studienanfängerinnen und –anfänger von 2005 auf 2006 in Niedersachsen um über 1500 gesunken. Mit der ersten Rate der Hochschulpaktmittel soll in 2007 aber lediglich die Voraussetzung geschaffen werden, um 1200 Studienanfängerinnen und -anfänger zusätzlich aufzunehmen. "Minister Stratmanns Bilanz ist somit eindeutig negativ", sagte die Grünen-Politikerin.
Heinen-Kljajic bezeichnete den Wissenschaftsminister als "Drückeberger", weil er in seiner Antwort keine Angaben zur Entwicklung der Studienanfängerzahlen in den Folgejahren machen würde. "Während etwa Baden-Württemberg einen detaillierten Masterplan Hochschule 2012 aufgelegt hat, erscheint dem hiesigen Ministerium, nach eigener Aussage, selbst eine Vorab-Festschreibung von Studienanfängerzahlen nicht sinnvoll."