Stratmanns Studienbeitragsdarlehen "sozialpolitische Mogelpackung"
Das von Wissenschaftsminister Stratmann und der NBank vorgestellte "Niedersachsen-Studienbeitragsdarlehen" ist nach Auffassung der Landtagsgrünen ein "Modell vorgegaukelter Sozialverträglichkeit".
Das heute (Dienstag) von Wissenschaftsminister Stratmann und der NBank vorgestellte "Niedersachsen-Studienbeitragsdarlehen" ist nach Auffassung der Landtagsgrünen ein "Modell vorgegaukelter Sozialverträglichkeit". "Für Studierende aus einkommensschwachen Familien kann dieses Modell zur Schuldenfalle werden", sagte die hochschulpolitische Sprecherin Gabriele Heinen-Kljajic. Da auch während der Rückzahlungsphase Zinsen anfallen, könne die Gesamtbelastung durchaus mehr als15.000 Euro betragen.
Problematisch sei auch, dass Studierende über 35 Jahre nur in Ausnahmefällen Darlehen in Anspruch nehmen könnten.
Den Ausschluss von Asylberechtigten und Nicht-EU-Ausländern, die ihre Hochschulzugangsberechtigung nicht in Deutschland erworben haben bezeichnete die Grünen-Politikerin als "sozial- wie bildungspolitisch unsinnig. Wir sollten die klügsten Köpfe an niedersächsische Hochschulen holen und nicht die Kinder von Eltern mit dem dicksten Geldbeutel".
Die Tatsache, dass der Ausfallfonds zur Abfederung von Härten von den Hochschulen und somit indirekt aus dem Gebührenaufkommen der Studierenden finanziert wird bezeichnete Heinen-Kljajic als "sozialpolitische Mogelpackung".