Minister nach Schneeräum-Kritik nun selbst auf Glatteis - Wo bleibt Bodes Schaufel? :Streumittelnotstand im Land offenbart Planungsmängel
Die Landtagsgrünen haben kritisiert, dass nicht mehr alle Bundes- und Landesstraßen in Niedersachsen bei Glatteis verkehrssicher abgestumpft werden. Die Landesregierung habe offensichtlich nicht ausreichend Vorsorge für einen lang anhaltenden Winter getroffen, so Enno Hagenah.
Die Landtagsgrünen haben kritisiert, dass nicht mehr alle Bundes- und Landesstraßen in Niedersachsen bei Glatteis verkehrssicher abgestumpft werden. Die Landesregierung habe offensichtlich nicht ausreichend Vorsorge für einen lang anhaltenden Winter getroffen, sagte der verkehrspolitische Sprecher Enno Hagenah am Mittwoch (heute) in Hannover. Das Land habe im eigenen Bereich und im Auftrag des Bundes auf den Straßen eine Räum- und Streupflicht wie jeder Grundstückseigentümer.
Zu einer sorgfältigen Haushaltsführung gehöre es, dass man für den Fall extremer Wetterverhältnisse zumindest das Doppelte des durchschnittlichen Verbrauches an Streumitteln entweder selbst vorhalte oder zumindest als Lieferoption sichere. Andernfalls solle man eine andere Streustrategie verfolgen, und Salz nur dann einsetzen, wenn andere Räum- und Streumöglichkeiten keinen ausreichenden Schutz der Verkehrsteilnehmer ermöglichen.
"Wo bleibt jetzt der Foto-Minister Bode mit seiner Schaufel, der vor wenigen Tagen noch die differenzierte Schnee- und Streupflicht in Hannover kritisiert hatte? Jetzt hat es ihn offenbar selbst kalt erwischt", sagte Hagenah. Wenn Bode seinen eigenen Ansprüchen gerecht werden wolle, müsste er nun mit seinen Mitarbeitern auf die besonders gefährdeten Bereiche der Autobahnen ziehen und das Eis abstoßen.