Pressemeldung Nr. 317 vom

Todesfall nach HPV-Impfung erfordert Aufklärung statt Beschwichtigung

Der „beispiellosen HPV-Impfkampagne“ der Herstellerfirmen müsse mit sachlicher Infor-mation und der Aufklärung möglicher Zusammenhänge zwischen Impfung und Todesfall dringend begegnet werden, so Elke Twesten.

Nach den Meldungen über den möglicherweise im Zusammenhang mit einer HPV-Impfung eingetretenen Tod eines 14-jährigen Mädchens in Großbritannien, haben die Landtagsgrünen ihre Kritik an der Impfung erneuert. "Wir brauchen bundesweit dringend eine gute und unabhängige Aufklärung, damit die Mädchen und ihre Eltern die Risiken kennen", sagte die frauenpolitische Sprecherin Elke Twesten heute (Freitag) in Hannover.

Das Land stehe in der Verantwortung, mit professionellen und unabhängigen Informationen dazu beizutragen, dass die Betroffenen eine eigenverantwortliche Entscheidung treffen können. "Vor allem die nicht für alle Zeit erwiesene Wirkungsdauer und der volkswirtschaftliche Nutzen einer derartig breit angelegten Impfkampagne gehören auf den Prüfstand", forderte die Grünen-Politikerin. Es sei auch sicherzustellen, dass keine Vertreter der Herstellerfirmen verdeckt in niedersächsischen Schulen Werbung für die HPV-Impfung machen.

Der "beispiellosen HPV-Impfkampagne" der Herstellerfirmen müsse mit sachlicher Information und der Aufklärung möglicher Zusammenhänge zwischen Impfung und Todesfall dringend begegnet werden. Die Beschwichtigungsversuche der Impfbefürworter seien geradezu reflexartig und würden nach jedem HPV-Vorfall nach dem immer gleichen Muster ablaufen, kritisierte Twesten. "Entsetzen, Forderungen nach Aufklärung, aber tatsächlich passiert nichts." Es sei "absurd", wenn der Anschein erweckt werden solle, dass die Impfung nichts mit dem Tod des Mädchens zu tun hatte.

Die Grünen-Politikerin verwies darauf, dass der Impfstoff-Hersteller Sanofi Pasteur MDS nach dem Tod eines Mädchens aus Österreich im Jahr 2007 schon Fälle mit schweren Nebenwirkungen nach HPV-Impfungen habe einräumen müssen.

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