Transrapid "verkehrspolitische Resteverwertung" - Küstenstrecke unwirtschaftlich
Die Landtagsgrünen werfen Ministerpräsident Wulff "verkehrspolitische Resteverwertung" vor. Der "aufgewärmte Vorschlag" zum Bau des Küsten-Transrapids sei töricht, sagte der stellvertretende Fraktions...
Die Landtagsgrünen werfen Ministerpräsident Wulff "verkehrspolitische Resteverwertung" vor. Der "aufgewärmte Vorschlag" zum Bau des Küsten-Transrapids sei töricht, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Enno Hagenah am Montag in Hannover.
"Inzwischen wissen alle, dass der Transrapid ein Milliardengrab ist und bleibt. Nur die niedersächsische Landesregierung hat seit Jahren eine längst überholte Vorstellung von moderner Verkehrspolitik. Da hat auch der Regierungswechsel nichts geholfen."
Zwar habe die Teststrecke im Emsland die technische Machbarkeit des Projekts gezeigt. Für die Anwendung müsse aber auch die wirtschaftliche Machbarkeit unter Beweis gestellt werden. Dass die Strecke zwischen Hamburg und Berlin nicht wirtschaftlich sei, habe sich schon vor Jahren gezeigt. Die Verlängerung in die Niederlande würde daran nichts verbessern, da es sich bei den Verkehren zwischen Amsterdam und Hamburg im wesentlichen um Güter- und nicht um Personentransport handele.
Hagenah wies darauf hin, dass in Nordrhein-Westfalen die bislang für den Metrorapid reservierten Finanzmittel nun für den Ausbau der Bahnhöfe, die Taktverdichtung und die Beschleunigung des Bahnverkehrs verwendet würden. Für die Trasse zwischen Hamm und Köln könne die Bahn jetzt endlich ihre Pläne für den Metro-Express aus den Schubladen holen. "Das ist modernste Bahntechnik mit Tempo 200 und einer durchgängig eigenen Trasse für den schnellen Regionalverkehr. Daran sollte sich Herr Wulff ein Besipiel nehmen."