Pressemeldung Nr. 1733 vom

Trinkwasserleitungen aus Blei auswechseln

Land und Handwerk sollen Informationskampagne über neue EU-Verordnung starten

Die Landtagsgrünen werfen der Landesregierung vor, Hausbesitzer unzureichend über die bestehende Gefährdung durch alte...

GRÜNE: Trinkwasserleitungen aus Blei auswechseln
Land und Handwerk sollen Informationskampagne über neue EU-Verordnung starten
Die Landtagsgrünen werfen der Landesregierung vor, Hausbesitzer unzureichend über die bestehende Gefährdung durch alte Bleirohre als Trinkwasserleitungen und die ab Januar nächsten Jahres geltenden schärferen Grenzwerte zu informieren.
Nicht nur in Göttingen, wie kürzlich durch eine Studie der Göttinger Universität bekannt geworden, sondern überall in Niedersachsen seien bis in die siebziger Jahre Bleirohre zur Trinkwasserversorgung in den Häusern montiert worden, sagte die umweltpolitische Sprecherin Dorothea Steiner am Dienstag in Hannover.
Die Grünen-Politikerin schätzt, dass in bis zu fünfzehn Prozent der Wohnungen noch alte Bleirohre ausgetauscht werden müssen.
Ab dem 01.01.2003 gelten schärfere Grenzwerte. Nach der neuen EU-Verordnung sind nur noch 10 Mikrogramm Blei im Trinkwasser zulässig. Der Grenzwert orientiere sich an den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und sei erst dann zu erreichen, wenn die Bleileitungen vollständig gegen Kupfer- oder Kunststoffrohre ausgetauscht seien, sagte Steiner.
Die Grünen-Politikerin forderte die Landesregierung auf, gemeinsam mit dem Handwerk eine Informationskampagne zu starten. Vielen Hausbesitzern seien die neuen Regelungen nicht bekannt. "Die alten Bleileitungen müssen schnellstens ersetzt werden. Die Gesundheitsgefahren sind nicht zu unterschätzen."
Wm

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