Pressemeldung Nr. 313 vom

Umweltminister auf Kriegspfad gegen Auwälder an der Elbe - Nicht das Holz muss weg sondern der Minister!

Das eigenhändige Absägen einer alten Weide bezeichnete die umweltpolitische Sprecherin Dorothea Steiner als „bewusste Provokation und Verstoß gegen geltendes Naturschutzrecht“.

Nach seiner Rodungsaktion an der Elbe bei Bleckede sehen die Landtagsgrünen den niedersächsischen "Umweltminister Sander auf Kriegspfad gegen die Auwälder". Das eigenhändige Absägen einer alten Weide bezeichnete die umweltpolitische Sprecherin Dorothea Steiner als "bewusste Provokation und Verstoß gegen geltendes Naturschutzrecht". "Vor allem deshalb, weil der Minister damit die Abholzung in Auenwäldern in der Kernzone des Biosphärenreservats einleitet", sagte die Grünen-Politikerin am Mittwoch (heute) in Hannover.

Steiner: "Seit einem Jahr stilisiert sich der Minister zum Vorkämpfer für Forderungen interessierter Landwirte und von Vertretern der Wasserbehörden nach Rodung und Abholzung der Auwälder am Elbufer. Skurril wird es, wenn als Begründung für solche Abholzaktionen der Hochwasserschutz angeführt wird." Bei der angeblich den Wasserabfluß störenden "Verbuschung" handele es sich aber um natürliche Weichholzauen im Elbvorland, sagte die Grünen-Politikerin. Die seien ein wichtiger Bestandteil eines gefährdeten Lebensraums. Es sei absurd, Weidengehölze als Abflusshindernis beim Hochwasser zu bezeichnen.
"Auf diese Aktion gibt es nur eine Antwort", sagte Steiner, "nicht das Holz muss weg sondern der Minister!"

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