Pressemeldung Nr. 1722 vom

Unterfinanzierung und verpasste Qualifizierung lassen Niedersachsen bei PISA E schlecht aussehen - Vorbild nicht Bayern sondern Finnland

In der jahrelangen Unterfinanzierung der Schule und den versäumten inhaltlichen Reformen sehen die Landtagsgrünen die Begründung für das relativ schlechte Abschneiden Niedersachsens bei PISA E. Nieman...

In der jahrelangen Unterfinanzierung der Schule und den versäumten inhaltlichen Reformen sehen die Landtagsgrünen die Begründung für das relativ schlechte Abschneiden Niedersachsens bei PISA E. Niemand könne daran zweifeln, dass unsere Schüler lernbegierig sind und die Lehrer ihre Arbeit ernst nehmen, sagte die Fraktionsvorsitzende Rebecca Harms am Sonntag in Hannover. Die politisch Verantwortlichen müssten sich jedoch schwere Versäumnisse vorwerfen lassen.
"Auf dieses Ergebnis kann die einstige Bildungspartei SPD alles andere als stolz sein", sagte die Grünen-Politikerin. Harms warnte jedoch vor einem "föderalen Erbsenzählen in der Schulpolitik". "Deutschland liegt insgesamt in der Bildung international an der Grenze zum Entwicklungsland. Da kann auch Bayern, das hinter Lappland rangiert, kein Vorbild sein."
Die Grünen-Politikerin befürwortet die Festlegung bundesweiter Standards über die in den Schulen zu erwerbenden Kompetenzen. Es müsse aber zugleich mehr Vielfalt für verschiedene Wege zur Erreichung der Lernziele zugelassen werden.
Die Ergebnisse der innerdeutschen Vergleichsstudie müssten offen und sachlich diskutiert werden. Der Aktionismus der Gabriel-Regierung habe dem Land bislang mehr geschadet als genützt. "Die Verunsicherung der Schüler, Lehrer und Eltern durch schnellgestrickte Regierungsentscheidungen ist riesengroß. Dadurch wurde die ohnehin miserable Ausganglage Niedersachsens noch verschärft.

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