Unterrichtung über Skandal um Öko-Futterweizen gefordert - Öko-Boom darf nicht von "Profitgeiern" ausgenutzt werden
Die schnelle und umfassende Aufklärung des Skandals um den gifthaltigen Öko-Futterweizen hat die Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Rebecca Harms gefordert. Den Verbänden des ökologischen Landbau...
Die schnelle und umfassende Aufklärung des Skandals um den gifthaltigen Öko-Futterweizen hat die Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Rebecca Harms gefordert. Den Verbänden des ökologischen Landbaus legte Harms nahe, konsequente Sanktionen gegen schwarze Schafe in den eigenen Reihen durchzusetzen. Der Boom auf dem Ökomarkt dürfe nicht von einigen "Profitgeiern" zum Schaden der ganzen Branche ausgenutzt werden, sagte die Grünen-Politikerin am Sonntag in Hannover. Sollte den Beteiligten Fahrlässigkeit oder gar kriminelles Handeln nachzuweisen sein, müsste es zu einer scharfen Be-strafung kommen.
Von der Landesregierung erwartet Harms alle Maßnahmen zum Schutz der Verbraucher und zur Sicherung der Perspektiven der ökologischen Landwirtschaft zu ergreifen. Die Vertriebswege müssen überprüft und alle belasteten Produkte müssen vom Markt genommen wer-den.
In Zukunft sollten insbesondere Futtermittelkontrollen verschärft und lückenlos organisiert werden. "Am besten durch Rückstellproben nicht nur beim Hersteller sondern auch auf den einzelnen Betrieben, die Futter zukaufen."
Harms forderte eine umgehende Unterrichtung des Parlaments durch Landwirtschaftsminister Bartels in einer Sondersitzung des Landwirtschaftsausschusses.