Verbraucher im Nitrofen-Skandal unzureichend informiert - Rückrufaktionen belasteter Produkte schnell und transparent organisieren
Die Landtagsgrünen haben die Landesregierung aufgefordert, bei der Aufklärung des Nitrofen-Skandals stärker die Interessen der Verbraucher zu berücksichtigen. "Die Kommunikation mit den verunsicherten...
Die Landtagsgrünen haben die Landesregierung aufgefordert, bei der Aufklärung des Nitrofen-Skandals stärker die Interessen der Verbraucher zu berücksichtigen. "Die Kommunikation mit den verunsicherten Kunden ist unzureichend", sagte der verbraucherschutzpolitische Sprecher Hans-Jürgen Klein am Freitag in Hannover.
Er kritisierte, dass den Verbrauchern immer noch keine ausreichenden Informationen über die betroffenen Firmen und die belasteten Produkte vorliegen. "Jeder Haushalt hat ein Recht darauf zu wissen, welches Gift eventuell in seiner Speisekammer lagert." Klein forderte das Ministerium und den Handel auf, dafür Sorge zu tragen, dass Rückrufaktionen schnell und transparent erfolgen. "Die Geheimniskrämerei der betroffenen Unternehmen muss beendet werden", sagte der Grünen-Politiker.
Klein verurteilte in diesem Zusammenhang die Blockade der CDU gegen das neue Verbraucherinformationsgesetz. Der Entwurf der rot-grünen Bundesregierung würde den rechtlichen Rahmen im Interesse der Verbraucherinformation neu sortieren. Es sei unverantwortlich, sich gegen diese Verbesserung des Verbraucherschutzes zu stellen.