Pressemeldung Nr. 250 vom

Verbrecherische Gewinne mit Gammelfleisch - Ministerium muss Produkt- und Handelsnamen nennen

„Verbrecherische Energie erzielt verbrecherische Gewinne – viele schweigen darüber und viele machen dabei mit. Das sind die Merkmale der organisierten Kriminalität“, só Hans-Jürgen Klein.

Der neueste Gammelfleischskandal in Vechta belegt nach Meinung der Landtagsgrünen die "mafiös angelegten Strukturen der deutschen Fleischwirtschaft". "Verbrecherische Energie erzielt verbrecherische Gewinne – viele schweigen darüber und viele machen dabei mit. Das sind die Merkmale der organisierten Kriminalität", sagte der verbraucherschutzpolitische Sprecher Hans-Jürgen Klein am Dienstag (heute) in Hannover.

Der Grünen-Politiker forderte von der Landesregierung Aufklärung darüber, wie in dem jetzt bekannt gewordenen Fall, trotz vorgeschriebener regelmäßiger Fleischkontrollen, mindestestens 130 Tonnen Gammelfleisch zu Lebensmitteln verarbeitet werden konnten.

Außerdem müsse das Ministerium unverzüglich die Produkt- und Handelsnamen veröffentlichen, unter denen die Waren der Firma Hartke vertrieben werden. Klein: "Die Verbraucher müssen die Möglichkeit haben, diese Produkte künftig im Regal liegen zu lassen."

Der Grünen-Abgeordnete forderte Minister Ehlen auf, endlich seinen Widerstand gegen eine fälschungssichere Kennzeichnung von Fleisch, das nicht oder nicht mehr zum menschlichen Genuss geeignet ist, aufzugeben. "Jede Maßnahme ist nützlich, die den Gammelfleischproduzenten das Geschäft erschwert, und dazu beiträgt, dass diesen Ganoven das Handwerk gelegt wird."

Zurück zum Pressearchiv