Verfahrens- und Personalvorschlag der GRÜNEN zur weiteren Aufklärung der Leukämiefälle in der Elbmarsch
Zweieinhalb Monate nach der Expertenanhörung des Landtages zu den Leukämiefällen in der Elbmarsch drängen die Landtagsgrünen darauf, dass mit dem Verfahren für den von allen Fraktionen geforderten Neuanlauf zur Aufklärung begonnen wird.
Zweieinhalb Monate nach der Expertenanhörung des Landtages zu den Leukämiefällen in der Elbmarsch drängen die Landtagsgrünen darauf, dass mit dem Verfahren für den von allen Fraktionen geforderten Neuanlauf zur Aufklärung begonnen wird. "Es gab genug Bedenkzeit. Jetzt muss es vorangehen", sagte der atompolitische Sprecher Andreas Meihsies am Montag (heute) in Hannover. "Die Betroffenen setzen große Erwartungen in unsere Arbeit. Was wir brauchen ist ein Höchstmaß an Transparenz und Neutralität."
Die Grünen schlagen vor, dass eine neu zusammengesetzte Gruppe von Wissenschaftlern alle bisherigen Untersuchungen zu den Funden von radioaktiven Kügelchen in der Elbmarsch – einschließlich der Messungen von Professor Mironov von der Sacharov-Universität in Minsk – auswerten soll. Ziel ist, ein Programm für neue Untersuchungen zu entwickeln. Als einen der Moderatoren dieses Prozesses schlagen die Grünen den Physiker Wolfgang Neumann von der "Gruppe Ökologie" in Hannover vor. Neumann ist Mitglied der Reaktorsicherheitskommission und war auch in der Strahlenschutzkommission des Bundesumweltministeriums.
Die Fraktionen wollen das weitere Vorgehen in einer Sitzung des Sozialausschusses am Mittwoch dieser Woche klären.