Pressemeldung Nr. 2386 vom

Verkehrsgerichtstag in Goslar

Wenzel: ADAC trägt Mitverantwortung

für hohe Unfallzahlen in Deutschland

 

 

Eine Blockadehaltung bei der Verkehrssicherheit warf der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Landtag Stefan Wen...

Wenzel: ADAC trägt Mitverantwortung für hohe Unfallzahlen in Deutschland

Eine Blockadehaltung bei der Verkehrssicherheit warf der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Landtag Stefan Wenzel dem Allgemeinen Deutschen Automobilclub (ADAC) vor. "Der ADAC ist mitverantwortlich für die überhöhten Unfallzahlen in Deutschland," sagte Wenzel, anlässlich des Verkehrsgerichtstages in Goslar. Das vom Verkehrsgerichtstag geforderte Tempolimit von 130 km/h für unfallträchtige Kleintransporter werde vom ADAC ebenso abgelehnt, wie das begleitete Fahren (Führerschein mit 17).
Deutschland muss bei der Verkehrssicherheit mehr tun, so Wenzel. In der Gruppe der 18-20-jährigen sei die Zahl der Pkw-Unfälle mit Getöteten etwa ein Drittel höher als in Frankreich, Dänemark und den USA und fast dreimal so hoch wie in Schweden und Groß Britannien. Auch bei im Straßenverkehr verunglückten Kindern unter 15 Jahren stehe Deutschland an der Spitze eines internationalen Vergleichs. Deutlich sicherer leben Kinder bspw. in Frankreich, Schweden, Spanien und den Niederlanden.
Als völlig unverständlich bezeichnete Wenzel die Ablehnung des Modellversuchs begleitetes Fahren (Führerschein mit 17). In Schweden konnte damit die Zahl der tödlichen Unfälle von jungen FahrerInnen um ca. 40% gesenkt werden. Die vom ADAC propagierte zweite Phase der Führerscheinausbildung sei nachweisbar nicht zielführend, sie verbessere lediglich die Auslastung der Verkehrsübungsplätze des ADAC.
wz

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