Recht der Öffentlichkeit auf Information eingefordert:Verschweigen Umweltministerium und E.ON Sicherheitsmängel des AKW Esenshamm
Die Landtagsgrünen haben das Umweltministerium und den Energiekonzern E.ON aufgefordert, umgehend über die Ergebnisse der Sicherheitsüberprüfung des AKW Esenshamm zu informieren. Die Öffentlichkeit habe ein Recht auf Information, sagte der atompolitische Sprecher Andreas Meihsies.
Die Landtagsgrünen haben das Umweltministerium und den Energiekonzern E.ON aufgefordert, umgehend über die Ergebnisse der Sicherheitsüberprüfung des AKW Esenshamm zu informieren. Die Öffentlichkeit habe ein Recht auf Information, sagte der atompolitische Sprecher Andreas Meihsies am Mittwoch (heute) in Hannover. Das hätten in den letzten Tagen sogar die Verschweigungsspezialisten bei der Firma Vattenfall einsehen müssen.
Seit Jahren würde die Veröffentlichung der Ergebnisse der Esenshammer Überprüfung verschleppt. "Wir fragen uns, welche Sicherheitsmängel das Ministerium und E.ON verschweigen wollen?", sagte der Grünen-Politiker. Es sei auch von großem Interesse zu erfahren, mit welchen Maßnahmen und in welchem Zeitraum gefundene Mängel behoben werden sollen.
Gemäß dem Atomkonsens zwischen Bundesregierung und Energiewirtschaft musste die Sicherheitsüberprüfung bis zum 31.12.2001 durchgeführt und die Ergebnisse der Atomaufsicht vorgelegt werden.
Auf alle bisherigen Nachfragen der Grünen gab es lediglich Verweise auf einen späteren Zeitpunkt der Offenlegung des Prüfberichts.
Esenshamm gehört zu den älteren Kraftwerken (Inbetriebnahme 1978) und ist in den letzten Jahren durch zahlreiche Störfälle in die Kritik geraten.Betreiber und alleiniger Gesellschafter des AKW Esenshamm ist E.ON Kernkraft.