Pressemeldung Nr. 195 vom

Mehr Tempo gefordert - BMU und BfS müssen Personal und Ingenieurleistungen garantieren :Verzögerung bei Rückholung von Asse-Atommüll unter keinen Umständen akzeptabel

Der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel hält die Verzögerung des Beginns der Rückholung des Asse-Atommülls bis zum Jahr 2036 „unter keinen Umständen für akzeptierbar“.

Der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel hält die Verzögerung des Beginns der Rückholung des Asse-Atommülls bis zum Jahr 2036 "unter keinen Umständen für akzeptierbar". "Die drohenden Gefahren erlauben keine Vertagung auf den Sankt Nimmerleinstag", sagte der Grünen-Politiker am Dienstag (heute) in Hannover.

Die aktuell veröffentlichte Abschätzung eines Planungsbüros bezüglich der Probleme im Atommülllager zeige sehr eindringlich, dass die Rahmenbedingungen für die Riesenanstrengung Rückholung nicht akzeptiert werden können.

Wenzel bezeichnete es als "höchst irritierend", dass alle Schritte nacheinander abgewickelt werden sollen. Der Grünen-Politiker forderte "mehr Tempo"; alle Schritte zur Rückholung müssten mit "höchster Priorität" bearbeitet werden. Kritisch beurteilte Wenzel zudem die Tatsache, dass die rechtliche Vereinfachung der Rückholung nicht vorankomme. Auch personelle Engpässe könnten keinesfalls akzeptiert werden. Das Bundesumweltministerium (BMU) und das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hätten die Pflicht, ausreichend Fachpersonal und die notwenigen Ingenieurleistungen bereitzustellen.

Das Verfahren der Rückholung des Asse-Atommülls zeige, "welch gewaltige Erblast mit der Nutzung der Atomkraft kommenden Generationen aufgebürdet wurde." Alle Beteiligten hätten jetzt mit dem Leichtsinn und der teilweise kriminellen Energie früherer Verantwortlicher zu kämpfen. "Die Asse wird weiter ein Lehrstück für den Wahnsinn des Abenteuers Atom in Deutschland sein", sagte Wenzel.

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