Pressemeldung Nr. 1624 vom

Vorranggebiete für Offshore-Windkraftanlagen ausweisen - Wattenmeer durch Bündelung der Stromtrassen schützen

Die Landtagsgrünen begrüßen die Absicht der Landesregierung, im Bereich der 12-Seemeilen-Zone Eignungsgebiete für Windkraftanlagen auszuweisen. Der Beschluss sei überfällig, sagte die umweltpolitische...

Die Landtagsgrünen begrüßen die Absicht der Landesregierung, im Bereich der 12-Seemeilen-Zone Eignungsgebiete für Windkraftanlagen auszuweisen. Der Beschluss sei überfällig, sagte die umweltpolitische Sprecherin Dorothea Steiner am Dienstag in Hannover.
Die Grünen-Politikerin warnte jedoch davor, die Konflikte mit dem Naturschutz und dem Tourismus zu ignorieren. In Sichtweite der Küste und unmittelbar am Nationalpark Wattenmeer sollten nur wenige Windräder errichtet werden.
Steiner forderte, dass im Landes-Raumordnungsprogramm (LROP) nicht nur Eignungsgebiete festgelegt würden, sondern die Errichtung von Windkraftanlagen dann auf der übrigen Fläche vor der Küste ausgeschlossen werde. Seit Jahren sei der Landesregierung die prekäre Rechtslage bekannt, nach der praktisch an jeder Stelle in der 12-Seemeilen-Zone die Errichtung von Windkraftanlagen erlaubt sei. "Das Problem ist nur in den Griff zu bekommen, wenn das Land bestimmte Gebiete als Vorrangflächen festlegt. Das schließt alle anderen Flächen vor der Küste als Windkraftstandorte aus", sagte die Grünen-Politikerin.
Steiner erinnerte daran, dass die Landesregierung im letzten Monat eine Änderung des LROP in den Landtag eingebracht hat, ohne Vorschläge für Offshore-Eignungsgebiete zu machen.
Die Grünen-Politikerin forderte außerdem, die Planung für eine Bündelung der Stromtrassen mit Nachdruck voranzutreiben, damit das schützenswerte Wattenmeer nicht durch eine große Zahl von Stromleitungen beschädigt werde.
wm

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