Pressemeldung Nr. 158 vom

Staatsanwaltliche Ermittlungen ausdehnen:VW-Aufsichtsrat soll Hartz-Rücktrittsangebot annehmen

Der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel hat sich dafür ausgesprochen, dass der VW-Aufsichtsrat das Rücktrittsangebot von Vorstandsmitglied Peter Hartz annimmt. "Auch wenn Hartz damit...

Der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel hat sich dafür ausgesprochen, dass der VW-Aufsichtsrat das Rücktrittsangebot von Vorstandsmitglied Peter Hartz annimmt. "Auch wenn Hartz damit Verantwortung übernimmt, müssen die Ermittlungen zur Aufklärung der Affäre mit Hochdruck fortgesetzt werden”, sagte der Grünen-Politiker am Montag (heute) in Hannover.

Neben der Frage, ob Betriebsratsmitgliedern unzulässige Vergünstigungen zugekommen sind, müsse auch die Rolle des Managements stärker überprüft werden. So sei es wichtig zu klären, ob weitere Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat von den offenbar nicht korrekten Spesenkonten gewusst haben. Es sei kaum denkbar, dass ein solches System von Vergünstigungen verborgen geblieben sei.

Wenzel macht "massive Managementfehler” für die schwierige wirtschaftliche Lage des Konzerns verantwortlich. "Mit der Luxus-Strategie sind 3 - 4 Milliarden Euro in den Sand gesetzt worden, ohne dass in nennenswertem Umfang neue Märkte erschlossen wurden.” Gleichzeitig sei durch eine falsche Modellpolitik die Marktführerschaft in China verspielt worden. "Der Betriebsrat hat die Mängel der Luxus-Strategie übrigens schon vor drei Jahren kritisiert. Leider hat das Land als größter Anteils-eigner nicht mitgezogen, sonst wäre eine Korrektur noch rechtzeitig möglich gewesen”, sagte Wenzel.

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